10 Gründe, warum wir Naama Hofman lieben


Ein kurzer Einblick

Von Rachel Miller

Minimalistische LED-Beleuchtungen sind das Spezialgebiet der israelischen Designerin Naama Hofman. In ihrem gleichnamigen Studio, Naama Hofman Light Objects, das sie 2010 in Tel Aviv gründete, dreht sich alles um Lampen, die mehr als nur bloße Funktion bieten. Seitdem befasst sich Hofman mit den sich ständig verschiebenden Grenzen zwischen Kunst und Design: gemeinsam mit erfahrenen Handwerker*innen produziert sie sowohl maßgeschneiderte, offene als auch limitierte Editionen. Die Zahl ihrer Fans, die sich an ihren zeitlosen, wie Artefakte wirkenden Lichtskulpturen nicht sattsehen können, wächst ständig.

Hofman ist vor kurzem nach Berlin gezogen und wir freuen uns sehr, sie in unserer wunderschönen Heimatstadt willkommen zu heißen. Warum wir von Hofman und ihrer Null-Toleranz-Politik in punkto Design so angetan sind, erfahren Sie in unserem Kurzinterview.

 

1. Was inspiriert Ihre Arbeit zur Zeit am meisten?

Ich arbeite seit einiger Zeit für eine neue Kollektion von Lichtobjekten mit einem Material, das ich noch nie zuvor verwendet habe. Ich freue mich sehr darauf, in eine ganz neue Welt der Arbeitstechniken und Materialien einzutauchen.

 

2. Welches Ihrer Projekte hat es Ihnen gerade besonders angetan und warum?

Ich bin in der Regel keine obsessive Person. Ich nehme mir für jedes meiner Projekte Zeit, versuche dabei aber nicht zuviel nachzudenken – so kommen neue Ideen ziemlich schnell zum Stillstand. Ich versuche ständig, mein Studio weiterzuentwickeln und die Elemente, mit denen ich arbeite, aus anderen Blickwinkeln zu betrachten.

 

3. Können Sie uns fünf Links zu Dingen nennen, die wir unbedingt kennen sollten?

Qubik Design

Sarah Silverman (Die kennen Sie sicher schon, aber Sie ist einfach genial!)

Hilla Tony Navok

Matty Madison

Batsheva Dance Company

Venezuela choreographiert von Ohad Naharin und aufgeführt von der Batsheva Dance Company Foto © Askaf

 

4. Welche soziale Bewegung unterstützen Sie derzeit?

Ich bin eher der Typ für politische Bewegungen :)

 

5. Wird die Technologie die Menschheit retten oder zerstören?

Technologie ist eine gute Sache und ich denke, dass es – wie bei allem im Leben –  darauf ankommt, in welche Hände sie fällt und durch welche Instanzen sie reguliert wird. Aber letztendlich wird sie uns wahrscheinlich zerstören.

 

6. Welche Eissorte würden Sie gerne einführen?

Ich nehme immer Schokolade. Ich bestelle nie etwas anderes. Das ist I M M E R die beste Sorte.

 

Dieter Ram's many designs for Braun Die vielen Designs von Dieter Ram für Braun Foto © Rams Archive 7. Wie definieren Sie gutes Design?

Gutes Design ist für mich Design ohne visuelle „Tricks.“ Ein guter Entwurf kommt ohne unnötige Linien oder Formen aus. Er funktioniert einfach und ist dabei spannend anzusehen.

 

8. Auf welche fünf Designer*innen trifft das Ihrer Meinung nach zu?

Dieter Rams

Hella Jongerius

Formafantasma

Studio ilio

Raw Edges

 

9. Wie sieht für Sie der perfekte freie Tag aus?

Ich bin neu in Berlin und erst vor drei Monaten hergezogen, also erkunde ich gerade die Parks und Seen rund um die Stadt. Ich könnte den ganzen Tag an einem See verbringen, das wäre perfekt. Mit einem Stück Kuchen, Kaffee, einem guten Buch und meinem Skizzenblock. Sonst nichts.

 

10. Welchen Rat würden Sie einer jungen Designerin oder einem jungen Designer mit auf den Weg geben?

Immer weiter machen!! Man darf nie vergessen, dass Arbeit und Praxis besser werden, wenn man beidem nur genügend Zeit gibt und hart an sich arbeitet.  

  • Text von

    • Rachel Miller

      Rachel Miller

      Rachel kommt aus Kalifornien, USA. Derzeit lebt sie in Berlin und macht in Literaturwissenschaften ihren Master. Wenn sie nicht gerade liest oder schreibt, ist sie auf der Suche nach Berlins bestem Craft Bier. Ihre Reiselust inspiriert sie zu großen Abenteuern an verschiedensten Orten auf der Welt sowie zuhause in ihrer Küche.

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