Auping

1888 wurde der Schmied Johannes Auping aus Deventer in den Niederlanden vom lokalen Krankenhaus beauftragt, ein Bett zu konstruieren, das hygienischer sein sollte, als die Strohmatratzen, die zu der Zeit genutzt wurden. Auping entwarf eine Matratze, die aus geflochtenen Stahldrähten bestand und an einem Metallgestell befestigt war. Zwei Jahre später stellte das Civil Hospital in Amsterdam den Auftrag für vierzig Betten. Nach einigen Veränderungen an dem Original, vermarktete Auping das neue Design als „gesunde Stahlmatratze“ mit beispielloser Durchlüftungskapazität, die durch die Stahldrähte gegeben war. Die hohe Nachfrage nach der neumodischen Matratze erlaubte Auping 1912 die eigene gleichnamige Fabrik in seiner Heimatstadt zu eröffnen.

Im Aufschwung der Nachkriegszeit arbeitete die Firma Auping mit renommierten niederländischen Designern an einem erweiterten Produktangebot. Highlights der Zusammenarbeit sind sicherlich Dick Cordemeijers Cleopatra Daybed (1953), Wim Rietvelds Arielle Daybed (1955), Friso Kramers Euroika Tables (1963) und Frans de la Hayes Auronde Bed (1973). Mit jeweils mehr als einer Million verkaufter Modelle zählen Auronde und Cleopatra zu Aupings erfolgreichsten Designs.

Zu dem 100. Jahrestag bekam Auping den Zusatztitel „königlich“ und sind im niederländischen nun als Koninklijke Auping BV bekannt. Mit einem guten Ruf für qualitative Produkte, innovative Designs und dauerhaften Komfort ist die Firma heute der größte selbstständige Bettenhersteller der Niederlande. Jüngste Kollaborationen mit Designern umfassen Projekte mit Piet Hein Eek, Thomas Althaus, und Jan des Bouvrie. Aupings Produktlinie, bestehend aus Betten, Federkernsystemen, Matratzen, Unterfederungen, Tischen und Stühlen, wird ausschließlich in den Niederlanden hergestellt und gewann über Jahre hinweg unterschiedlichste Auszeichnungen wie den Red Dot Design Award und die Cradle to Cradle Zertifizierung, für das Nutzen von über 50% verwertbarer Materialen.