Extraordinary original Libyan Nabila bracelet in fire-gilded silver, made in Tripoli during the late Ottoman period (circa 1880–1910).
Nabila bracelets represent one of the most iconic and recognizable forms of traditional Libyan jewellery.
They were traditionally worn in pairs and formed an essential part of the female bridal trousseau, particularly in the tradition of Ghadamès. (2 are available)
The bracelet displays refined openwork and chased decoration executed entirely by hand. The design is dominated by the characteristic radiant sunburst motif, traditionally associated with protection, prosperity, and good fortune for the bride.
In Libyan jewellery, openwork was especially prized because it allowed the wearer's skin or brightly coloured textiles worn beneath the jewellery to create a striking visual contrast with the surface.
The bracelet still retains its original fire-gilding, a feature that is now extremely rare to find on surviving examples from this period. In late Ottoman Libya, gilding was generally reserved for jewellery intended for wealthier urban families, distinguishing such pieces from the plain silver ornaments more commonly found in rural and tribal communities.
The bracelet bears multiple examples of the Tripoli administrative control mark (Sah mark), identifiable by the characteristic square punch of the pre-colonial period featuring a crowned emblem and ship. Additional workshop and silversmith's marks are also present, applied before submission to the assay office. The silver is of approximately 900 fineness.
Alongside the hallmarks are the characteristic serrated assay marks (Tremolierstich), created by removing a small sample of metal for testing and verification.
The combined presence of the silversmith's marks, assay cuts, and official control hallmarks constitutes a rare testimony to the precious metal control system in use in Ottoman Tripoli before 1911.
Dimensions:
Height: 7 cm
Internal diameter: 6 cm
Weight: approximately 190 g
Condition: Excellent.
This is a remarkable museum-quality example of Libyan ethnographic art. The preservation of the original fire-gilding, the flawless openwork craftsmanship, and the intact and fully functional original pin make this bracelet an exceptionally rare and valuable testimony to late 19th-century Libyan culture.
The photographs form an integral part
Außergewöhnliches, originales libysches Nabila-Armband aus feuervergoldetem Silber, hergestellt in Tripolis während der späten osmanischen Zeit (ca. 1880–1910).
Nabila-Armbänder gehören zu den bekanntesten und unverwechselbarsten Formen traditioneller libyscher Schmuckstücke.
Sie wurden traditionell paarweise getragen und bildeten einen wesentlichen Bestandteil der Brautausstattung, insbesondere in der Tradition von Ghadamès. (2 Stück verfügbar)
Das Armband weist raffinierte, vollständig von Hand ausgeführte Durchbruch- und Ziselierarbeiten auf. Das Design wird von dem charakteristischen, strahlenden Sonnenstrahlenmotiv dominiert, das traditionell mit Schutz, Wohlstand und Glück für die Braut in Verbindung gebracht wird.
In der libyschen Schmuckkunst wurde die Durchbrucharbeit besonders geschätzt, da sie es ermöglichte, dass die Haut der Trägerin oder die darunter getragenen bunten Stoffe einen auffälligen visuellen Kontrast zur Oberfläche bildeten.
Das Armband weist noch seine ursprüngliche Feuervergoldung auf, ein Merkmal, das bei erhaltenen Exemplaren aus dieser Zeit heute äußerst selten zu finden ist. Im späten osmanischen Libyen war die Vergoldung im Allgemeinen Schmuckstücken vorbehalten, die für wohlhabendere städtische Familien bestimmt waren, wodurch sich diese Stücke von den schlichten Silberornamenten unterschieden, die in ländlichen und Stammesgemeinschaften häufiger anzutreffen waren.
Das Armband trägt mehrere Exemplare des Verwaltungsstempels von Tripolis (Sah-Stempel), erkennbar an dem charakteristischen quadratischen Stempel aus der vorkolonialen Zeit mit einem gekrönten Emblem und einem Schiff. Zusätzliche Werkstatt- und Silberschmiedestempel sind ebenfalls vorhanden, die vor der Einreichung beim Prüfamt angebracht wurden. Das Silber hat eine Feinheit von etwa 900.
Neben den Punzen befinden sich die charakteristischen gezackten Prüfzeichen (Tremolierstich), die durch die Entnahme einer kleinen Metallprobe zur Prüfung und Verifizierung entstanden sind.
Das gemeinsame Vorhandensein von Silberschmiedemarken, Prüfmarken und offiziellen Kontrollpunzen stellt ein seltenes Zeugnis des Edelmetallkontrollsystems dar, das im osmanischen Tripolis vor 1911 in Gebrauch war.
Maße:
Höhe: 7 cm
Innendurchmesser: 6 cm
Gewicht: ca. 190 g
Zustand: Ausgezeichnet.
Dies ist ein bemerkenswertes Exemplar libyscher ethnografischer Kunst in Museumsqualität. Die Erhaltung der ursprünglichen Feuervergoldung, die makellose Durchbrucharbeit und der intakte und voll funktionsfähige Originalverschluss machen dieses Armband zu einem außergewöhnlich seltenen und wertvollen Zeugnis der libyschen Kultur des späten 19. Jahrhunderts.
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