Jieldé

Das französische Beleuchtungsunternehmen Jieldé ist die geniale Erfindung von Jean Louis Domecq (1920 - 1983), der Leiter der Lyoner Industriewerkstatt. Gegen Ende der 40er war Domecq darum bemüht, anpassbare Hochleistungslichtquellen für die Arbeitsplätze seiner Einrichtung zu finden. Da die verfügbaren Optionen seinen Ansprüchen nicht gerecht werden konnten, entschloss er sich seine eigene Vorrichtung zu entwerfen, an deren unglaublich robuste Konstruktion ein mehrgelenkiger, gut beweglicher Arm angebracht war. In den frühen 50er Jahren eröffnete Domecq die Firma Jieldé, um Ausführungen für Tische, Böden und Wände seiner Lampe zu produzieren.

Die Arbeitslampe beeindruckte Designexperten auf der ganzen Welt, darunter auch Sir Terence Conran, der in seinem Buch Lamps & Lighting schrieb: „Die Genialität der Jieldé liegt in ihrem elektrischen Schaltkreis, der ganz einfach aus Metallscheiben besteht, die in die Gelenke eingebaut sind. Das heißt, man kann die Lampe in alle Richtungen bewegen, ohne auch nur ein Kabel zu zerstören.” In anderen Worten gesagt, wird die Jieldé Lampe als Paradebeispiel dafür gesehen, dass „die Form der Funktionalität folgt”. Heute sind verschiedene Modelle der Jieldé Lampen unter den Namen Standard, Loft, Signal und Lak bekannt. Das Unternehmen produziert außerdem auch Hängelampen.

Die Tochter Domecqs, Marie-Françoise, übernahm die Firma nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1983. 2002 verkaufte sie Jieldé, aber das Unternehmen produziert die Lampen weiterhin von Hand in Lyon. Jede davon wird mit einer Nummer und dem Emblem der Firma versehen.