Rare façade set consisting of a sliding window element and a solid enamel panel designed by Jean Prouvé and manufactured for the André-Argouges high school in Grenoble, France, 1965. This ensemble illustrates the logic and versatility of the modular façade system Prouvé developed for the building. Rather than conceiving the façade as a fixed composition, he approached it as a flexible assembly of interchangeable units. Within this system, solid insulated panels, fixed glazing, and sliding window elements could be combined according to the specific needs of each interior space. The present set, composed of a horizontally divided sliding window above and a full enameled panel below, reflects a typical configuration where light, ventilation, and insulation are carefully balanced within a single bay. The sliding window element is executed in aluminum, with softly radiused corners and a central division allowing for lateral movement of the glass panels. The glazing is set within the frame using rubber gaskets, ensuring both thermal performance and a precise, clean junction between materials. Below, the solid panel is formed from pressed steel with a greige enamel finish, internally insulated and originally backed with a wooden interior face. Together, these components demonstrate Prouvé’s consistent attention to material efficiency, durability, and ease of assembly. In the architectural context of the school, such combinations created a rhythmic façade where transparency and opacity alternated in response to use. Classrooms could benefit from natural light and ventilation through the sliding window, while the lower solid panel provided insulation and visual stability. The restrained grey tone further unified the composition, allowing subtle variations in light and reflection to animate the surface. Seen today as a complete set, the relationship between both elements becomes especially clear. It reveals not only the technical intelligence of Prouvé’s system, but also his sensitivity to proportion and composition. The dialogue between the open, lightweight upper section and the grounded, solid lower panel transforms these functional components into a coherent and highly refined architectural expression. In good original condition with minor age related user signs. Provenance: André-Argouges high school, Grenoble 1965 Literature: Jean Prouvé Oeuvre Complète Volume 3: P. Sulzer, Birkhaüser, 2008, page 44-45
Seltenes Fassadenset, bestehend aus einem Schiebefensterelement und einer massiven Emailleplatte, entworfen von Jean Prouvé und hergestellt für das Lycée André-Argouges in Grenoble, Frankreich, 1965. Dieses Ensemble veranschaulicht die Logik und Vielseitigkeit des modularen Fassadensystems, das Prouvé für das Gebäude entwickelte. Anstatt die Fassade als starre Komposition zu konzipieren, betrachtete er sie als flexible Anordnung austauschbarer Einheiten. Innerhalb dieses Systems konnten massive, isolierte Paneele, Festverglasungen und Schiebefensterelemente entsprechend den spezifischen Anforderungen der einzelnen Innenräume kombiniert werden. Das vorliegende Ensemble, bestehend aus einem horizontal geteilten Schiebefenster im oberen Bereich und einer vollständig emaillierten Platte im unteren Bereich, spiegelt eine typische Konfiguration wider, bei der Licht, Belüftung und Wärmedämmung innerhalb einer einzelnen Fensterfront sorgfältig aufeinander abgestimmt sind. Das Schiebefensterelement ist aus Aluminium gefertigt, mit sanft abgerundeten Ecken und einer zentralen Trennlinie, die eine seitliche Bewegung der Glasscheiben ermöglicht. Die Verglasung wird mithilfe von Gummidichtungen in den Rahmen eingesetzt, was sowohl die thermische Leistung als auch eine präzise, saubere Verbindung zwischen den Materialien gewährleistet. Darunter befindet sich die massive Platte aus gepresstem Stahl mit einer greige-farbenen Emaille-Oberfläche, die innen isoliert und ursprünglich mit einer Holzverkleidung versehen war. Zusammen verdeutlichen diese Komponenten Prouvés konsequentes Augenmerk auf Materialeffizienz, Langlebigkeit und einfache Montage. Im architektonischen Kontext der Schule schufen solche Kombinationen eine rhythmische Fassade, bei der sich Transparenz und Opazität je nach Nutzung abwechselten. Die Klassenzimmer konnten durch die Schiebefenster von natürlichem Licht und Belüftung profitieren, während die untere massive Platte für Isolierung und visuelle Stabilität sorgte. Der zurückhaltende Grauton vereinte die Komposition zusätzlich und ließ subtile Variationen in Licht und Reflexion die Oberfläche beleben. Betrachtet man das Ensemble heute als Ganzes, wird das Zusammenspiel beider Elemente besonders deutlich. Es offenbart nicht nur die technische Raffinesse von Prouvés System, sondern auch sein Gespür für Proportionen und Komposition. Der Dialog zwischen dem offenen, leichten oberen Teil und der bodennahen, massiven unteren Platte verwandelt diese funktionalen Komponenten in einen stimmigen und äußerst raffinierten architektonischen Ausdruck. In gutem Originalzustand mit geringfügigen altersbedingten Gebrauchsspuren. Provenienz: Gymnasium André-Argouges, Grenoble 1965 Literatur: Jean Prouvé Oeuvre Complète Band 3: P. Sulzer, Birkhäuser, 2008, Seite 44–45
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