Erich Heckel
Döbeln 1883 - 1970 Radolfzell
Kugelläuferin / Ball Runner, 1916
Watercolor over lithography on handmade paper with watermark
Signed and dated in pencil lower right
Image: 28.8 x 20.4 cm
Sheet size: 50 x 35.5 cm
Frame: 63 x 49 cm
Catalogue raisonné Dube 231 I/II
Apart from the watercolouring, probably also a unique print.
Dube lists two print states:
1. signed E. Heckel lower left and 4 mm taller than 2
2. the image shortened and the inscription removed.
The sheet offered here has a shortened image, but still has parts of the inscription.
Viewing and collection are possible by prior appointment.
Authenticity will be confirmed in writing.
In 1904, Heckel began studying architecture at the Technical University in Dresden, but gave it up again just one year later. When Heckel joined forces with his artist friends Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Bleyl, and Ernst Ludwig Kirchner to form the artist group "Die Brücke" in 1905, the path to Expressionism was paved. The artist now devoted himself to various printing techniques such as woodcut, lithography, and etching. Landscapes of radiant color emerged. In the fall of 1911, Heckel moved to Berlin. He was already acquainted with Pechstein, Nolde, and Mueller, who had joined the "Brücke" artists, and now he met Marc, Macke, and Feininger. In 1912, Heckel and Kirchner painted the chapel for the Sonderbund exhibition in Cologne. A year later, the "Brücke" was dissolved, and a first special exhibition of Heckel's works took place at Gurlitt in Berlin. from 1915 to 1918, Heckel worked as a nurse for the Red Cross in Flanders, then returned to Berlin, which remained his main residence until early 1944. However, Heckel spends most of his summers on the Flensburg Fjord. Numerous trips take Heckel to the Alps, southern France, northern Spain, and northern Italy, among other places. In 1937, 729 of the artist's works are confiscated from German museums, and in the year before the end of the war, aerial bombs destroy his studio in Berlin. All his printing blocks and numerous other works were destroyed. Heckel then moved to Hemmenhofen on Lake Constance. In 1949, he was appointed to a teaching position at the Academy of Fine Arts in Karlsruhe, which he held until 1955. During this decade, still life became increasingly important in Heckel's work. The depictions are now executed in a calmer, more balanced style and convey an almost lyrical mood. In 1953, solo exhibitions are held in numerous cities in Germany to mark Erich Heckel's 70th birthday, and the artist is honored in the same way on his 80th birthday. Heckel also received further honors and awards: the Art Prize of the City of Berlin (1957), the State of North Rhine-Westphalia (1961), and the Grand Cross of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany (1956).
Erich Heckel Döbeln 1883 - 1970 Radolfzell Kugelläuferin / Ball Runner, 1916 Aquarell über Lithografie auf Büttenpapier mit Wasserzeichen Signiert und datiert mit Bleistift unten rechts Bildgröße: 28,8 x 20,4 cm Blattgröße: 50 x 35,5 cm
Rahmen: 63 x 49 cm Werkverzeichnis Dube 231 I/II Abgesehen von der Aquarellierung wahrscheinlich auch ein Unikat. Dube listet zwei Druckzustände auf: 1. signiert E. Heckel unten links und 4 mm höher als 2 2. das Bild gekürzt und die Inschrift entfernt. Das hier angebotene Blatt hat ein gekürztes Bild, weist aber noch Teile der Inschrift auf.
Besichtigung und Abholung sind nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Die Echtheit wird schriftlich bestätigt. 1904 begann Heckel ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Dresden, gab es jedoch bereits ein Jahr später wieder auf. Als Heckel sich 1905 mit seinen Künstlerfreunden Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Bleyl und Ernst Ludwig Kirchner zur Künstlergruppe „Die Brücke” zusammenschloss, war der Weg zum Expressionismus geebnet. Der Künstler widmete sich nun verschiedenen Drucktechniken wie Holzschnitt, Lithografie und Radierung. Es entstanden Landschaften in leuchtenden Farben. Im Herbst 1911 zog Heckel nach Berlin. Er kannte bereits Pechstein, Nolde und Müller, die sich der Künstlergruppe „Die Brücke“ angeschlossen hatten, und lernte nun Marc, Macke und Feininger kennen. 1912 bemalten Heckel und Kirchner die Kapelle für die Sonderbundausstellung in Köln. Ein Jahr später wurde die „Brücke“ aufgelöst, und eine erste Sonderausstellung mit Heckels Werken fand bei Gurlitt in Berlin statt. Von 1915 bis 1918 arbeitete Heckel als Krankenpfleger für das Rote Kreuz in Flandern und kehrte dann nach Berlin zurück, das bis Anfang 1944 sein Hauptwohnsitz blieb. Die meisten Sommer verbringt Heckel jedoch an der Flensburger Bucht. Zahlreiche Reisen führten Heckel unter anderem in die Alpen, nach Südfrankreich, Nordspanien und Norditalien. 1937 wurden 729 Werke des Künstlers aus deutschen Museen beschlagnahmt, und im Jahr vor Kriegsende zerstörten Fliegerbomben sein Atelier in Berlin. Alle seine Druckstöcke und zahlreiche andere Werke wurden vernichtet. Heckel zog daraufhin nach Hemmenhofen am Bodensee. 1949 wird er auf eine Lehrstelle an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe berufen, die er bis 1955 innehat. In diesem Jahrzehnt gewinnt das Stillleben in Heckels Werk zunehmend an Bedeutung. Die Darstellungen sind nun ruhiger und ausgewogener in der Ausführung und vermitteln eine fast lyrische Stimmung. 1953 finden anlässlich des 70. Geburtstags von Erich Heckel Einzelausstellungen in zahlreichen Städten Deutschlands statt, und auch zu seinem 80. Geburtstag wird der Künstler auf ähnliche Weise geehrt. Heckel erhielt weitere Auszeichnungen und Ehrungen: den Kunstpreis der Stadt Berlin (1957), den Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen (1961) und das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland (1956).
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