A finely potted and architecturally striking blue-and-white porcelain vase, executed in the Jiajing style of the 16th century as a refined Ming revival interpretation, likely produced in Jingdezhen during the late 18th to early 19th century.
The square gu-form body is decorated in underglaze cobalt blue, featuring alternating panels of imperial dragons and scholarly figures in garden landscapes. The linework displays a more spontaneous and expressive hand, recalling the freer brushstrokes of provincial kilns that flourished during the Jiajing–Wanli transition and were later admired and emulated in Qing scholarly circles.
The cobalt tone is a refined, soft grey-blue in natural light, typical of hand-ground mineral pigments rather than the stronger hues of later export porcelain. This tonal restraint enhances the piece’s scholarly character and architectural silhouette, muted blue-green cobalt, admired for its subtlety — known in connoisseur terms as “hui lan” (灰蓝, grey-blue)
The base bears a six-character Jiajing reign mark (大明嘉靖年製 – “Made in the Great Ming, Jiajing Period”), rendered in underglaze blue within a recessed square foot. The unglazed footrim shows natural iron wash and small kiln grit adhesions consistent with traditional Ming-style firing.
The glaze reveals shifting tones of blue, grey, and soft green depending on the light, a hallmark of finely ground 16th-century-style pigment. A rare Ming-revival interpretation that embodies the dialogue between antiquity and Qing artistry, this piece offers both historical resonance and refined decorative appeal.
Eine fein getöpferte und architektonisch auffällige blau-weiße Porzellanvase, die im Jiajing-Stil des 16. Jahrhunderts als raffinierte Interpretation der Ming-Wiedergeburt ausgeführt und wahrscheinlich in Jingdezhen im späten 18. bis frühen 19.
Jahrhundert in Jingdezhen hergestellt wurde. Der quadratische, gu-förmige Korpus ist mit kobaltblauer Unterglasurmalerei verziert, die abwechselnd kaiserliche Drachen und gelehrte Figuren in Gartenlandschaften zeigt. Die Linienführung zeigt eine spontane und ausdrucksstarke Hand, die an die freieren Pinselstriche der Provinzöfen erinnert, die während des Übergangs von Jiajing zu Wanli blühten und später in den Gelehrtenkreisen der Qing bewundert und nachgeahmt wurden.
Der Kobaltton ist bei natürlichem Licht ein raffiniertes, weiches Graublau, typisch für handgemahlene Mineralpigmente und nicht für die kräftigeren Farbtöne des späteren Exportporzellans. Diese tonale Zurückhaltung unterstreicht den gelehrten Charakter und die architektonische Silhouette des Stücks. Das gedämpfte blau-grüne Kobalt, das für seine Subtilität bewundert wird, ist in Kennerkreisen als "hui lan" (灰蓝, Graublau) bekannt
Der Sockel trägt eine Sechs-Zeichen-Marke der Jiajing-Herrschaft (大明嘉靖年製 - "Made in the Great Ming, Jiajing Period"), die in Unterglasurblau in einem vertieften quadratischen Fuß dargestellt ist. Der unglasierte Fußrand zeigt natürliche Eisenwaschungen und kleine Anhaftungen von Brennsand, wie sie für den traditionellen Ming-Brand typisch sind.
Die Glasur weist je nach Lichteinfall wechselnde Blau-, Grau- und Grüntöne auf, ein Kennzeichen für fein gemahlene Pigmente im Stil des 16. Eine seltene Interpretation der Ming-Renaissance, die den Dialog zwischen Antike und Qing-Kunst verkörpert. Dieses Stück bietet sowohl historische Resonanz als auch raffinierten dekorativen Reiz.
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